In Speyer, bei dir zuhause oder online

Eine Patientenverfügung, die im Ernstfall trägt.

Die meisten Menschen finden das Thema wichtig. Die einen schieben es trotzdem seit Jahren vor sich her. Die anderen haben eine Patientenverfügung, die im Ernstfall nicht trägt. Beides nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil niemand gern allein am Küchentisch über das eigene Sterben nachdenkt. Genau dafür gibt es die Gesprächsbegleitung.

Zwei Menschen halten sich über einem Tisch an den Händen
„Ich möchte nicht an Maschinen hängen.“
Der Satz, der in den meisten Patientenverfügungen steht
Das Problem

Viele haben eine. Im entscheidenden Moment hilft sie oft nicht.

Der Satz klingt eindeutig. Er ist es nicht.

Beatmung für drei Tage nach einer geglückten Operation ist eine Maschine. Dialyse auch. Eine Ernährungssonde bei fortgeschrittener Demenz ist etwas ganz anderes. Eine Ärztin kann daraus keine Entscheidung ableiten, und deine Angehörigen müssen raten.

Ein Formular kann diese Arbeit nicht leisten. Ein Gespräch schon.

Advance Care Planning

Nicht das Dokument steht im Mittelpunkt, sondern das Gespräch.

Advance Care Planning, auf Deutsch Behandlung im Voraus Planen (BVP), ist ein strukturiertes Gesprächsverfahren mit eigenen Standards. Ein Teil davon ist in Deutschland auch gesetzlich verankert: § 132g SGB V regelt die gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase, allerdings nur für Menschen in Pflegeeinrichtungen. Was ich anbiete, geht darüber hinaus und steht jedem offen. Ich bin am Würdezentrum Frankfurt ausgebildet und zertifiziert.

Es geht um einen Austausch über das, was dir im Leben und im möglichen Kranksein wirklich wichtig ist. Um ehrliches Reden in Ruhe, nicht ums Grübeln.

Wie die Gespräche aufgebaut sind, gibt das ACP-Konzept vor. Ich unterstütze dich dabei,

  • herauszufinden, wie du selbst zu medizinischen Maßnahmen stehst, auch zu Wiederbelebung, künstlicher Ernährung oder Beatmung. Auskennen musst du dich damit vorher nicht.
  • in Worte zu fassen, was dir wichtig ist und wo deine Grenzen liegen.
  • das so festzuhalten, dass es im Ernstfall auch gilt.
  • die Menschen zu entlasten, die sonst für dich raten müssten.

Auf dem Papier steht am Ende Medizin. Worum es in den Gesprächen wirklich geht, ist etwas anderes: was dein Leben ausmacht, und was du nicht verlieren möchtest. Das lässt sich nicht ankreuzen.

Wie es abläuft

Zwei bis drei Gespräche, in deinem Tempo.

In jedem dieser Gespräche gilt: Wenn medizinische Begriffe auftauchen, Wiederbelebung, künstliche Ernährung, Beatmung, erkläre ich dir, was dahintersteckt. Nicht als Vortrag, sondern dann, wenn es gerade gebraucht wird.

Erstes Gespräch

Deine Haltung zum Leben und zum Sterben

Wir sprechen darüber, wie du zum Leben stehst, zum Sterben und zu schwerer Krankheit. Was dir persönlich wichtig ist. Welche Erfahrungen du gemacht hast, im eigenen Umfeld oder mit dir selbst. Und was offen ist.

Du kommst zu diesem Gespräch allein. Ohne Partner, ohne Kinder, ohne gut gemeinte Zwischenrufe. Nur so kannst du frei sagen, was du dir wirklich wünschst, und nicht das, wovon du glaubst, dass andere es hören wollen.

Vorbereiten musst du nichts. Die Fragen bringe ich mit.

Zweites Gespräch

Was offen geblieben ist

Wie weit wir im ersten Gespräch kommen, lässt sich vorher nicht sagen. Manches ist dann schon geklärt, anderes braucht Zeit zum Nachwirken. Im zweiten Gespräch greifen wir auf, was noch offen ist oder sich noch nicht konkret genug angefühlt hat.

Gemeinsam

Die bevollmächtigte Person kommt dazu

Wenn deine Wünsche stehen, holen wir die Person dazu, die im Ernstfall für dich sprechen soll: deine Vorsorgebevollmächtigte oder deinen Vorsorgebevollmächtigten.

Diese Person erfährt in meinem Beisein, was du dir wünschst und warum. Nicht per Dokument, sondern im Gespräch, mit der Möglichkeit nachzufragen. Erst danach unterschreibt sie mit. Denn sie soll später nicht raten müssen, sie soll es wissen.

Dokumentation

Dein Dokument entsteht

Am Ende steht das offizielle Patientenverfügungs-Formular von Advance Care Planning Deutschland. Kein selbst gebautes Schriftstück, sondern die Vorlage der Fachgesellschaft: achtzehn Seiten, inklusive der Erklärungen. Sie hat überall denselben Aufbau: Einstellungen zu Leben, Sterben und schwerer Erkrankung, Festlegungen für den Notfall, Behandlung bei dauerhafter Einwilligungsunfähigkeit, Schmerz- und Palliativtherapie.

Der Aufbau ist der eigentliche Punkt. Eine Ärztin im Notfall muss nicht suchen, sondern findet die Festlegungen dort, wo sie sie erwartet.

Die Fachgesellschaft empfiehlt ausdrücklich, dieses Formular nur mit einer zertifizierten Gesprächsbegleitung auszufüllen. Genau dafür bin ich ausgebildet.

Erste Seite des Patientenverfügungs-Formulars von Advance Care Planning Deutschland mit Inhaltsverzeichnis
Seite 1 von 18 – das ACP-Formular, das am Ende der Gespräche entsteht
Später

Anpassen, wenn sich etwas ändert

Da ist nichts in Stein gemeißelt. Lebenssituationen ändern sich, Einstellungen ändern sich, und auch die Patientenverfügung darf sich ändern. Dann sprechen wir noch einmal darüber und aktualisieren das Formular gemeinsam.

Was es kostet

Alles, was dazugehört, ist drin.

Begleitete Patientenverfügung

290 €
2–3 Gespräche à 60–90 Min

Enthalten sind alle Gespräche, die Unterstützung beim Formulieren, die Dokumentation und eine Nachbesprechung. Vor Ort in Speyer, bei dir zuhause im Umkreis oder online.

Was andere sagen

Kundenstimmen.

„Die Gespräche mit Dir waren bereichernd und gaben mir Sicherheit. Gerade bei diesem so persönlichen Thema war es ein großes Geschenk, Dich an meiner Seite zu wissen.“

G. D.

„Besonders ihre gezielten und einfühlsamen Fragen haben mir geholfen, mir über meine eigenen Vorstellungen, mein Lebensende betreffend, klar zu werden. Eine vertrauensvolle, menschliche Begleitung auf höchstem Niveau.“

O. T.
Fragen, die oft kommen

Auch die unangenehmen.

Unterschreibe ich damit mein eigenes Todesurteil?

Nein. Eine Patientenverfügung gilt nur in einer einzigen Situation: wenn du selbst nicht mehr entscheiden kannst. Solange du bei Bewusstsein bist, zählt allein dein aktueller Wille. Er steht immer über dem Dokument.

Bin ich dafür nicht zu jung?

Eine Patientenverfügung wird nicht gebraucht, weil man alt ist, sondern weil etwas Unvorhergesehenes passieren kann. Ein Unfall fragt nicht nach dem Geburtsdatum.

Was ist der Unterschied zu einem Formular aus dem Internet?

Ein Formular gibt dir Sätze vor, bei denen du ankreuzt. Du entscheidest dabei über Begriffe, deren Tragweite oft niemand erklärt hat.

Bei der Gesprächsbegleitung nach dem ACP-Konzept läuft es umgekehrt: Erst reden wir, dann entsteht der Text, aus deinen Worten. Am Ende steht ein Dokument, mit dem eine Ärztin im Ernstfall wirklich etwas anfangen kann.

Was passiert, wenn ich es mir später anders überlege?

Dann ändern wir es. Eine Patientenverfügung ist kein Dokument für die Ewigkeit, sondern etwas Lebendiges. Sie darf sich mitverändern, wenn deine Lebenssituation oder deine Haltung sich verändert.

Und solange du bei Bewusstsein bist, zählt ohnehin allein dein aktueller Wille. Er steht immer über dem Papier.

Ich bin gesund. Ist das nicht viel zu früh?

Es ist genau der richtige Zeitpunkt. Eine Patientenverfügung entsteht am besten dann, wenn kein Druck da ist und niemand unter Zeitnot entscheiden muss.

Wer sie erst schreibt, wenn eine Diagnose im Raum steht, entscheidet unter Angst. Das ist möglich, aber es ist ungleich schwerer.

Muss ich mich mit medizinischen Begriffen auskennen?

Nein. Das ist mein Teil der Arbeit. Wenn ein Begriff auftaucht, den du nicht einordnen kannst, erkläre ich ihn, an der Stelle, an der er wichtig wird, und nicht vorher als Vortrag.

Wie lange dauert das insgesamt?

In der Regel zwei bis drei Gespräche à 60 bis 90 Minuten, dazu das Gespräch mit deiner bevollmächtigten Person. Wie viel Zeit zwischen den Terminen liegt, bestimmst du. Manche Menschen brauchen ein paar Wochen zum Nachdenken, andere wollen es in kurzer Folge erledigen.

Was ist mit Sterbehilfe?

Das ist eine andere Frage, und sie wird mir oft gestellt. Wichtig ist die Unterscheidung: Eine Patientenverfügung regelt, welche Behandlungen unterlassen oder beendet werden. Sie kann keinen assistierten Suizid verfügen.

Wenn dich das Thema beschäftigt, sprich es an. Ich informiere dich, so gut ich kann. Rechtlich beraten darf ich nicht, dafür bin ich keine Juristin.

Brauche ich dafür einen Notar?

Für eine Patientenverfügung nicht. Für eine Vorsorgevollmacht in den meisten Fällen auch nicht. Sinnvoll wird ein Notar erst, wenn es um Immobilien oder größeres Vermögen geht.

Können meine Angehörigen dabei sein?

Beim ersten Gespräch bewusst nicht. Da bist du allein. Nicht aus Prinzip, sondern damit kein Druck im Raum ist, auch kein liebevoll gemeinter. Viele Menschen sagen in Anwesenheit ihrer Familie etwas anderes als allein. Und für eine Patientenverfügung zählt nur das, was du selbst willst.

Danach ausdrücklich ja. Wenn deine Wünsche formuliert sind, kommt die Person dazu, die im Ernstfall für dich sprechen soll. Sie erfährt dann in meinem Beisein, was du entschieden hast, freundlich, aber als feststehende Sache. Sie kann fragen, sie kann verstehen. Verhandelt wird nicht mehr.

Nächster Schritt

Ein Gespräch. Danach wissen wir, ob es passt.

Melde dich einfach. Wir klären in Ruhe, ob und wann du anfangen möchtest.